#1

Das Kennlernprojekt • Marcy & Stan

in Flashback 20.04.2016 00:30
von Stanley Maverick (gelöscht)
avatar

Seit Tagen schwebte ihm dieses dumme Projekt im Hinterkopf umher, welches er nun zusammen mit jemandem der das gleiche oder ein ähnliches Thema studierte, erarbeiten musste. Es war ein Horror für den jungen Iren auf jemand fremdes zuzugehen und vor allem dann mit diesem Fremden auch noch zu interagieren. Leider stand hier eine Klausurnote auf dem Spiel, welche er ebenfalls deswegen nicht verschenken wollte.
So kam es wie es kommen musste und der Professor gab ihm die Liste derer, welche in Frage kämen. Es waren nur Leute, die er nicht kannte. Ein Seufzen entrann dem jungen Studenten und er musste zweimal nachdenken, welchen Namen er sich nun herauspicken würde. während er mit der Liste in der Hand darüber nachdachte, stolperte er über einen Fuß, der ihm einer der Sportstudenten stellte und viel beinahe die Treppe runter. Von oben kam nur Gelächter. Mit einer nachdenklichen Miene, beließ er es jedoch dabei und ging kleinbei gebend einfach weiter Richtung aufenthaltsraum. Dort setzte er sich kurzerhand an einen der Tische. Musste er es wohl oder übel alleine machen.
Ich werds niemals schaffen einen der fremden Studenten zu fragen..., schoss es ihm durch den Kopf und er seufzte leise. Insgeheim zweifelte er eben sehr an sich und wusste nicht, ob er überhaupt in der Lage war, irgendwas zu schaffen. Aber es würde ihm ohnehin nichts nutzen, wenn er nun Trübsal beließ, weswegen er sich einfach mal in das Thema einarbeitete, um wenigstens ein wenig Ahnung von dem zu haben, was der Professor von ihm wollte. Nachdenklich zog er dabei seinen kleinen Miniroboter aus der Tasche, den er gerade baute. Meist brauchten seine unruhigen Finger etwas, womit sie sich beschäftigen konnten.
Das dumme an der ganzen Sache war nur, dass das Projekt viel zu viel Arbeit für ihn alleine war, trotz seines Fotografischen Gedächtnisses, würde er damit erhebliche Schwierigkeiten bekommen. Mit einem nachdenklichen Stirnrunzeln seufzte er und ließ den Stift auf den Tisch sinken. So würde das vermutlich nichts werden. Als er aufsah, blickte er direkt in die Augen einer fremden Studentin, die etwas Abseits war. War sie grade erst herein gekommen? Oder war sie da schon länger gestanden? Stan konnte das gar nicht wirklich feststellen, zu versunken war er in seiner Arbeit gewesen. Ihrem Blick konnte der halb Soziophobe Ire nicht standhalten, weswegen er seinen Gen Tisch sinken ließ, um sich scheinheilig weiter um seine Arbeit zu kümmern. Oh Gott...hoffentlich hat sie nicht bemerkt, dass ich sie versehentlich voll angestarrt habe..., schoss es ihm peinlich berührt durch den Kopf und er spürte die Wärme in seinen Wangen, die eine blasse Röte erscheinen ließ. Verlegen biss er sich auf die Unterlippe und er arbeitete schnell weiter, wobei er sich nun nicht mehr wirklich konzentrieren konnte. Warum musste er auch so verdammt schüchtern und unsicher gegenüber Fremden sein? Und noch wichtiger, warum wurde er das einfach nicht mehr los? Wie konnte man sich nur so dämlich anstellen wie er?
Tausend Fragen schossen ihm durch den Kopf und er wusste nicht, woran er zuerst hätte denken sollen. Aber vermutlich würde das nun auch nichts mehr zur Sache tun. Er hatte sich bereits verraten... hoffentlich ging das gut ... und hoffentlich hatte er heute nicht ganz so viel Pech, wie sonst immer. Vielleicht war @Marcy Tremblay ein wenig anders gestrickt, als die anderen Leute, denen er sonst immer begegnet war. Stanley war eben ein junger Mann, hinter dessen Fassade man blicken musste, um den wahren Kern zu finden. Immerhin hatte auch er viel Liebe und Freundschaft zu verschenken, auch wenn sie bis dato kaum einer wollte...



nach oben springen

#2

RE: Das Kennlernprojekt • Marcy & Stan

in Flashback 20.04.2016 12:23
von Marcy Tremblay (gelöscht)
avatar

Natürlich hatte auch sie gleich in der ersten Stunde des Semesters von dem Projekt gehört, denn auch wenn man es ihr nicht unbedingt ansah, passte sie doch so gut wie immer auf. Und während der Vorlesung hatte sie sogar darüber nachgedacht, es danach aber prompt vergessen. Irgendwie hatte sie einfach nicht mehr daran gedacht und schon gar nicht daran, dass sie ja überhaupt erst mal einen Partner brauchte. Sie hatte den Kurs überhaupt nur so halb auf dem Schirm, immerhin war es für sie nur ein FÜS-Kurs, der nicht so ganz in den Rest ihres Studiums passte. Zusammen mit dem Job an der Uni und der noch neuen Umgebung, hatte sie das einfach vergessen.
Erst als ihr Professor ihr eine Liste vor die Nase hielt und meinte, sie sollte sich doch bitte um einen Partner kümmern, hatte sie überhaupt erst wieder an das Projekt gedacht. Da es sich aber ausschließlich um Leute handelte, die sie nicht kannte - und fast alle auch noch Bachelor-Studenten waren - hatte sie einfach beschlossen, beim nächsten Seminar einfach mal jemanden anzusprechen, der ihr passend erschien. Natürlich hatte sie es geschafft, die Liste erst zu Hause liegen zu lassen - und bitte, wer verteilte denn bitte noch wirkliche Zettel? - sodass sie die Hälfte des Weges noch mal gehen durfte. So war sie ein paar Minuten zu spät, aber da das Seminar hauptsächlich aus selbstständiger Arbeit bestand, war es kein großes Problem.
Anstatt sich gleich an ihre Arbeit zu machen, beschloss sie, erst mal einen Projektpartner zu finden. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.. Naja, zumindest einmal konnte sie sich daran halten. Wie sie sehen konnte, hatten sich schon Gruppen gefunden und gerade als sie sich nach überhaupt jemandem umsehen konnte, der noch alleine saß, als sie den Blick eines jungen Studenten traf. Für ein paar Sekunden starrte er sie an, bevor er den Blick abwandte. Marcy nutzte die Gelegenheit und musterte kurz seinen Arbeitsplatz - eindeutig nur seiner. Anscheinend hatte er auch noch keinen Partner.
Da sie noch nie irgendwelche sozialen Hemmungen gehabt hatte, ging sie einfach auf den wieder arbeitenden @Stanley Maverick zu. Sie blieb ihm gegenüber stehen, betrachte kurz sein Projekt, was schon ziemlich cool wirkte und Marcy sofort daran erinnerte, warum sie dieses Fach überhaupt besuchte, bevor sie das Wort ergriff. "Hey! Du bist Stanley, richtig?" Wenn sie sich nicht irrte, dann war er wahrscheinlich der Beste dieses Seminars und würde damit bestimmt auch einen guten Projektpartner abgeben. Bevor überhaupt auf eine Antwort zu warten, setzte sie sich einfach auf den Platz ihm gegenüber und grinste ihn dann an. "Hast du schon einen Projektpartner? Ich suche nämlich noch einen." klärte sie ihn erst mal auf.


nach oben springen

#3

RE: Das Kennlernprojekt • Marcy & Stan

in Flashback 20.04.2016 19:07
von Stanley Maverick (gelöscht)
avatar

Er hatte sich bereits wieder zu sehr in seine Arbeit hinein gefuchst, sodass die Gedanken an den peinlichen Blickkontakt bereits wieder vergessen waren. Doch nicht bei derjenigen, die nun geradewegs auf ihn zusteuerte. Dummerweise war Stan recht soziophob, weswegen ihn Fremde Leute immer tierisch nervös machten ... vor allem wenn das noch so hübsche Damen waren. Daher hob er überrascht und ein wenig erschrocken den Blick, als sie sich ihm gegenüber hinsetzte und ihn ansprach.
"Hey! Du bist Stanley, richtig?", fragte sie ihn und er nickte zögernd. Was wollte sie von ihm? Hatte sie es doch bemerkt, wie er sie kurz angestarrt hatte? Sofort färbten sich seine Wangen in ein zartes rot und seine Gedanken überschlugen sich. "Hast du schon einen Projektpartner? Ich suche nämlich noch einen.", klärte sie ihn auf und Stan blinzelte kurz irritiert. Erstmal musste er ihre schöne Stimme verdauen.... dann musste er seine Gedanken sortieren. Wollte da grade wirklich jemand mit IHM ein Projekt machen? Total nervös begannen seine Finger zu zittern und er nickte zögerlich.
Sein Blick glitt auf den Tisch und er wurde relativ blass. Dummerweise schien er einfach ein wenig zu überfordert bzw. überrascht, um auch nur einen einzigen Ton heraus zu bekommen. Klar hatte er da nichts dagegen... sie war wirklich hübsch und schien nett zu sein. Aber wie sollte er das mitteilen, wenn er fremden Gegenüber nichts aus sich heraus bekam? Zumal würde er niemals auf den Gedanken kommen, dass man ihn ausnutzen konnte, eben weil er nicht gerade schlecht war, in dem was er tat. Seine eine Hand griff nach dem Miniroboter, den er kurzer Hand in seine Tasche verstaute.
Er mochte es nicht, wenn andere ihn anfassten... immerhin war das eine Arbeit von 6 Jahren gewesen, den kleinen zu konstruieren.. und noch immer war er nicht ansatzweise fertig. Nach einigen Sekunden Sortierzeit, hob er langsam die braunen Augen, um direkt in ihre zu sehen. "Gern...i-ich...", stotterte er los. "K-kann.....nur...", fuhr er fort, kratzte sich nervös am Kopf und ließ den Blick wieder gen Tisch sinken. "N-nicht so gut mit Fremden....", beendete er den Satz, der sich wie eine halbe Geburt angefühlt hatte und versuchte zu verbergen, wie nervös ihn die ganze Situation grade machte. Dann schwieg er lieber... denn irgendwie war ihm sein umher Gestammel wieder extrem peinlich. Stan hatte sowieso kaum Erfahrung mit Frauen... noch dazu mit welchen, die hübsch und cool waren.
Und nun sollte er mit einer aus dieser Kategorie ein Projekt machen? Wie sollte er das nur überleben? Ob ich mich krank stellen soll?, schoss es ihm durch den Kopf, wobei er den Gedanken sofort wieder verwarf. Es war ja nicht fair ihr gegenüber, wenn er sie hängen ließ. Aber wie um alles in der Welt, sollte er jetzt einen klaren Gedanken fassen können? Insgeheim hoffte er, dass er nun gerade nicht wie der größte Volltrottel auf Erden rüber kam, was jedoch vermutlich der Fall war. Vielleicht würde sie es anhand seines vorangegangenen Gestammels ja erahnen, dass er eine leichte Soziophobie bzw. eine leicht authentische Veranlagung hatte. Immerhin wirkte @Marcy Tremblay nicht gerade so, als sei sie auf den Kopf gefallen...




nach oben springen

#4

RE: Das Kennlernprojekt • Marcy & Stan

in Flashback 20.04.2016 19:49
von Marcy Tremblay (gelöscht)
avatar

Anscheinend galt die Aufmerksamkeit des jüngeren Mannes wieder seinem Projekt und so bemerkte er anscheinend erst nach einigen Sekunden, dass Marcy auf ihn zugekommen war. Kein Problem, denn auch wenn sie nicht die geduldigste Person war, hatte sie kein Problem, hier und da mal zu warten. Schon gar nicht, wenn es sich nur um Sekunden handelte. Und sie war auch niemand, der sich zu wichtig nahm. Und so wirkte er ein wenig erschrocken, als sie sich zu ihm setzte, aber Marcy versuchte einfach, ihm mit einem freundlichen Lächeln zu beruhigen. Sie wollte schließlich nichts Böses, sondern nur einen Projektpartner finden.
Der Student ihr gegenüber nickte zögerlich und Marcy war erst mal erleichtert, dass es sich hier wirklich um @Stanley Maverick handelte. Nicht, weil sie nur wegen seiner guten Leistungen mit ihm zusammen arbeiten wollte, sondern weil es doch etwas peinlich gewesen wäre, ihn mit einem falschen Namen anzusprechen. War aber zum Glück nicht der Fall, also hielt sie sich gar nicht länger damit auf. Und obwohl sie mitbekommen hatte, dass er sie kurz komisch angeguckt hatte, gab sie dem eher wenig Aufmerksamkeit. Stanley schien auf den ersten Blick nicht die hellste Birne zu sein, aber da Marcy ja bereits wusste, dass ordentlich etwas in seinem Köpfchen steckte, vermutete sie, dass er einfach nur schüchtern war. Oder das sie ihn überrumpelt hatte, was bei ihr öfter passierte. Aber sie war mit zwei größeren und einem kleineren Bruder aufgewachsen, da hatte sie es sich angewöhnt, direkt und auffallend zu sein - sonst wäre sie als Kind wohl viel öfter untergegangen. Und einige Gewohnheiten waren nun mal schwerer abzulegen, als andere.
Stanley schien darüber erst mal nachzudenken. Marcy hoffte, dass er ja sagte, denn nach einem kurzen Blick durch den Raum war ihr klar, dass sie wohl am besten mit ihm zusammen arbeiten konnte. Die wenigen, die professionell und kompetent schienen, waren schon vergeben und die übrig bleibenden machten keinen guten Eindruck. Laut, eingebildet - genau die Sorte Mann, die sie nicht ernst nehmen würde. Und obwohl Stanley's offensichtliche Begabung - da musste sie sich nur den kleinen Roboter angucken, der vor ihm stand - eine Rolle bei ihrer Auswahl spielte, war es nicht so, wie manch einer es denken würde. Sie wollte ihn und sein Talent nicht ausnutzen und würde nicht verlangen, dass er alles alleine machte - sie hatte bloß nicht so viel Vertrauen in die anderen, wie in ihn. Marcy war nicht eingebildet, aber sie hatte von klein auf gelernt, etwas zu programmieren, hatte Stunden an der Seite ihres Vaters verbracht und promovierte, während der Rest der Studenten in dem Raum noch ihren Bachelor machten. Sie hatte einfach Vertrauen in ihre Fähigkeiten.
Erst nachdem Stanley seinen Roboter in der Tasche verstaut hatte, was Marcy etwas verwunderte, stimmte er ihr zögerlich zu. Und als er dann doch lange für einen einfachen Satz brauchte, besonders kombiniert mit der Tatsache, was er da sagte, klärte sie sofort auf. Also nicht nur leicht nervös, sondern sehr. Wahrscheinlich steckte da sogar mehr dahinter, aber die Brünette fand, dass sie das auch nichts weiter anging. "Super." sagte sie einfach nur, lächelte und fuhr sich dann durch ihre langen Haare, die leicht chaotisch über ihre Schultern fielen. "Und das ist doch kein Problem. Vielleicht sogar ganz gut, wenn du nicht pausenlos Schwachsinn redest, wie ich." Sie hatte wirklich kein Problem damit, auch wenn es sicher ihre Geduld etwas auf die Probe stellen würde. Aber wenn sie wirklich weiter als Lehrkraft arbeiten wollte, dann musste sie auch damit lernen umzugehen. Außerdem schien Stanley nett und kompetent - da könnte es sie wirklich schlimmer treffen. "Ich bin übrigens Marcy. Marcy Tremblay." Sie wusste nicht ganz, ob sie ihm ihre Hand reichen sollte, oder ob er das nicht so toll finden würde, also lächelte sie einfach nur. Damit konnte sie sicher nichts falsch machen. "Ich promoviere in Medieninformatik, aber mein Papa ist Programmierer, ich bin also mit C++ als zweite Fremdsprache aufgewachsen. Außerdem bin ich erst vor kurzer Zeit aus Montreal hier her gezogen, also wundere dich nicht, wenn ich ab und zu mal ins Französische zurückfalle. Sag dann einfach was, sonst laber ich dich voll und du kannst es nicht mal verstehen." Ihr Englisch war ziemlich akzentfrei, aber ihr französischer Name und die Art, wie sie alleine 'Papa' sagte, war wohl sehr aufschlussreich. Jedenfalls hoffte sie, ihm etwas die Nervosität oder Angst zu nehmen, wenn sie etwas über sich erzählte.


nach oben springen

#5

RE: Das Kennlernprojekt • Marcy & Stan

in Flashback 21.04.2016 00:44
von Stanley Maverick (gelöscht)
avatar

Nun, die allgemeine Situation war dem jungen halbautisthischen Iren eigentlich schon zu viel. Alleine hier unter so vielen Fremden zu sitzen, war enorm anstrengend. All die Blicke, die er sich einbildete...all die Vorwände, die er sich im Kopf machte, um woanders zu lernen. Aber er quälte sich absichtlich ... nicht ohne Grund... denn irgendwie musste er diese lästige Psychose ja loswerden. Dummerweise schien es so, dass er dagegen kaum eine Chance hatte, vor allem seit der Tatsache, dass ihn eine hübsche Dame angesprochen hatte UND noch dazu mit ihm das Projekt machen wollte.
Nein, Stan nahm Frauen grundsätzlich Ernst, denn er mochte die Sexualisierung oder Unterpositionierung des weiblichen Geschlechts nicht. Zwar war er kein Feminist, jedoch fand er, dass die Damen es nicht verdient hatten, so behandelt zu werden. Alle erwarteten von ihm das er das tat, was andere Menschen taten. Lustig sein. Mutig sein... Freunde finden. Aber er war nun einmal nicht so und nur die wenigsten Menschen hörten den Stummen Schrei, der in ihm wütende. Dem Stummen Schrei, der nie den Ausweg finden würde. Der Schuld an den Nächten war, in denen er sich in den Schlaf weinte. Doch dann und wann lief genau solch ein Juwel in sein Leben... doch danach zu greifen traute er sich nicht. So auch in diesem Fall... anstatt sich direkt auf sie ein zu lassen, zog er seinen Schwanz ein.
Oh man... ich bin auch nicht besser, als ein Stück Dreck.... dachte er sich und seufzte nur leise. Dennoch lauschte er ihren Worten. Wie sie so begann von sich selber zu erzählen. Nie hätte er irgend einen Hintergedanken von ihr erwartet... aber der drängende Gedanke das sie mehr verdiente, als ihn...wollte ihn einfach nicht loslassen. Kopfschüttelnd blickte er sie an und schon wieder war ihm danach, am liebsten im Boden zu versinken. "S-Stanley Maverick....m-meine Freunde nennen mich Stiles.", gestand er dann, jedoch fragte er sich im selben Moment, warum er ihr das nun überhaupt erzählt hatte. Boahr Gott, du Volltrottel..., schoss es ihm durch den Kopf und er zögerte eine Sekunde lang, bevor er weiter sprach. Das hieß, er versuchte es... irgendwie... "Ehm...e-eh... Es macht nichts, wenn du zurück rutschst ins französische... so gehts mir mit dem irischen Dialekt...", gestand er dann etwas verlegen und kratzte sich mit seinem Zeigefinger an der Wange. Klar, wollte er ihr nicht gestehen, dass er Angst davor hatte, mit Fremden zu reden. Aber sie schien das schon sehr gut selbst bemerkt zu haben, was ihn ein wenig lockerer werden ließ und ein wenig mehr, war schonmal etwas gutes.
"Ehm...", fuhr er dann leise fort. "H-ha-hast du dich denn schon mit dem Thema auseinander gesetzt?", fragte er leise und blickte sie neugierig mit seinen braunen Augen an. Nachdenklich runzelte sich seine Stirn und er schob ihr das bereits von ihm gelesene Kapitel rüber. "W-wusstest du das dich Brian aus dem anderen Kurs die ganze Zeit nach einem Date fragen will?", fragte er dann, als er am anderen Ende den besagten Brian sah. Stan war guter Beobachter, auch wenn er selber selten zur Action kam, so hatte er eine riesig gute Menschenkenntnis und Beobachtungsgabe. "U-und deine Sitznachbarin ist total eifersüchtig auf dich. Auch wenn sies nicht zeigt. Aber ich kann sie da verstehn. Du bist wirklich hübsch -", platzte er raus und hielt sich sofort den Mund zu. Seine Wangen färbten sich sofort rot und er ließ den Blick gen Boden sinken. Oh Gott...w-was rede ich denn da? Ist das peinlich...., schoss es ihm durch den Kopf und er würde am liebsten sofort im Boden versinken. "V-vergiss was ich gesagt hab...", bat er leise und blickte unsicher, beinahe wie ein Welpe vor einem T-Rex wieder auf, mit seinen braunen Augen in ihre. Man sah ihm sein Unwohlsein und den Scham förmlich an. Seit seine Eltern tot waren, hatte er irgendwie immer das Gefühl, für niemanden mehr genug zu sein...das alle anderen sich nur an ihm die Zähne aus bissen und das er mehr Traurigkeit und Verletztungen, als irgendwas positives zu bringen. Aber er nahm sich da wohl selbst ein wenig zu sehr auf die Schaufel. Er begann eine kleinigkeit zu notieren und schob ihr den Zettel rüber. "Ich habe die meisten Dinge schon aufgeteilt...a-also gegliedert. W-wenn du magst, kannst du dir was aussuchen... dann teilen wirs uns auf.", bot er an und lächelte unsicher. Vermutlich hatte er es aber ohnehin bereits vermasselt und eine weitere Dame würde denken, dass er nicht mehr alle Tassen im Schrank hatte. @Marcy Tremblay wäre da nicht die erste gewesen...




'THIS USED TO BE A FUNOUSE. BUT NOW IT'S FULL OF EVIL CLOWNS...'

zuletzt bearbeitet 21.04.2016 00:44 | nach oben springen

#6

RE: Das Kennlernprojekt • Marcy & Stan

in Flashback 21.04.2016 12:13
von Marcy Tremblay (gelöscht)
avatar

Es was wirklich nicht ihre Absicht, ihn nervös zu machen oder ähnliches, aber als sie auf ihn zu gekommen war, hatte sie ja noch keine Ahnung gehabt, dass er überhaupt Probleme mit sozialer Interaktion hatte. Jetzt konnte sie ihm aber deutlich ansehen, dass er sich unwohl fühlte. Marcy fühlte sich leicht schuldig, aber es war ja auch nicht zu vermeiden. Sie konnten das Projekt nicht alleine machen und sie war sich ziemlich sicher, dass andere nicht ganz so super mit seiner Nervosität umgehen würden. Von daher blieb sie sitzen und wartete einfach geduldig auf eine Rückmeldung von dem jüngeren Studenten. Sie konnte sich auch nicht vorstellen, dass etwas an ihr ihn nervöser machte, als andere Leute. Sie war keine Frau, die jeden Tag perfekt aussehen musste; an den meisten Tagen reichten ausgewaschene Jeans und Shirts, Tops oder Hemden, die alle nicht Besonderes waren. Heute hatte sie ein Shirt mit einer großen '9 3/4' vorne drauf an, zusammen mit einer hellen Jeans und klassisch-roten Chucks - also nichts bedrohliches oder besonderes.
Als er sich ihr dann offiziell vorstellte, lächelte sie ihn einfach an. Kurz zögerte sie, denn sie wusste nicht, ob sie ihn jetzt auch Stiles nennen sollte. Sie wollte ihm nicht zu nahe treten, aber hätte er es erwähnt, wenn er von ihr weiterhin Stanley genannt werden sollte? Sollte sie nachfragen? Vielleicht am besten. "Was ist dir lieber, Stanley oder Stiles?" Sie selber stellte sich ja immer gleich mit Marcy vor und kehrte 'Marcelle' damit immer sofort unter den Teppich. Kaum einer nannte sie so, nicht mal ihre Eltern. Doch dann lächelte sie ihn an. "Weiter Weg von Irland." merkte sie kurz an, erwartete aber nicht, dass er ihr jetzt sein Leben erklärte. Sie würde zuhören, so geduldig wie möglich, aber sie würde ihn definitiv nicht zwingen etwas zu sagen.
Als er sie dann fragte, ob sie sich bereits mit dem Thema beschäftigt hatte, schüttelte sie mit einem entschuldigenden Gesichtsausdruck den Kopf. "Nein, nicht so wirklich. Mir ist das ganze Projekt eventuell leicht... entfallen." Kurz grinste sie ihn an, zog sich dann aber das Buch etwas näher an sich ran, welches @Stanley Maverick ihr gerade zugeschoben hatte. Schnell band sie sich ihre doch ziemlich langen Haare in einen schnellen Dutt, bevor sie sich dann über das Kapitel beugte. Sie kam aber selbst mit dem Überfliegen nicht weit, denn überraschender Weise ergriff Stanley wieder das Wort. Kurz sah sie ihn überrascht an, bevor sie seinem Blick zu dem erwähnten Brian folgte und dann sah sie wieder zu ihm, als er weiter redete. Auch wenn sie wirklich versuchte, es zu unterdrücken, musste sie lachen. Nicht über ihn - das würde sie nicht machen, aber schnell wurde ihr bewusst, dass es wahrscheinlich so rüber kam. "Entschuldige bitte. Und du musst wirklich nichts zurück nehmen. Danke, für das Kompliment - keine Frau wird es dir jemals übel nehmen, wenn du sie hübsch nennst." Marcy hoffte, dass ihr lächeln deutlich machte, dass sie ihm seine Worte keineswegs übel nahm; immerhin hatte er ja nichts beleidigendes gesagt. Und Marcy war schon oft genug in einer peinlichen Situation gelandet, weil sie ihren Mund nicht hatte halten können. Kurz ging ihr Blick wieder zu Brian und als sie zurück zu Stanley sah, zierte ein grinsen ihre Lippen. "Aber ja, das habe ich bereits bemerkt. Er ist nicht gerade subtil. Ich aber auch nicht und deshalb wundert es mich, warum er noch nicht aufgegeben hat." Abgesehen von dessen eher abschreckendem Charakter und geradewegs unheimlicher Hartnäckigkeit, war sie nun mal schon sehr, sehr vergeben. Sie trug ihren Ehering meist an einer anderen Hand, so dass er nicht zu sehr auffiel und keiner fragen stellte, aber sie war trotzdem deutlich genug gewesen, als sie Brian erklärt hatte, dass sie kein Interesse an ihm hatte. "Das mit ... " Für einen kurzen Moment musste sie erst mal darüber nachdenken, wie ihre Sitznachbarin überhaupt hieß - "Anna ist mir aber nicht aufgefallen." Sie fragte sich aber wirklich, ob es tatsächlich an ihrem eigenen Aussehen lag, denn Anna war definitiv nicht hässlich. Vielleicht nicht klassisch hübsch, aber das war marcy auch nicht.
Stanley fing an, sich etwas zu notieren und kurz darauf schob er ihr einen Zettel zu, den sie schnell überflog. "Ah super. Mir ist es aber ziemlich gleich, was würde dir denn besser gefallen?" Wenn er sich schon die Mühe gemacht hatte, etwas Vorarbeit zu leisten, dann durfte er sich auch aussuchen, als welches Thema er sich konzentrieren würde. "Wir sollten aber nicht zu sehr getrennt arbeiten.." merkte sie noch an, bevor sie erwartungsvoll zu ihrem neuen Projektpartner sah.


nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 1 Gast sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Brionny Lioncourt
Besucherzähler
Heute waren 5 Gäste online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 640 Themen und 9245 Beiträge.

Heute waren 0 Mitglieder Online:



Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen